Streifzüge durchs Innere und Äußere

Willkommen zurück

Manchmal ist es nicht gut, wieder da zu sein. Ich schlendere zwischen den Auslagen herum und sehe, „Literatur“ ist ein Regal, „Spannung“ direkt daneben doppelt so groß. Gut, ist eine Bahnhofsbuchhandlung, hier suchen die Menschen ja sowieso anderes: Rätselhefte, Zerstreuung, Banalitäten. Doch da sehe ich drapiert ganz vorne, zwischen Spiegel und Playboy liegt eine neurechte Zeitschrift. Ich denke mir: stimmt, da gehört sie hin, zu den Pornoheften. Gleichzeitig weiß ich, hier ist sie ganz normal. Willkommen zurück in Thüringen. 

Oktober 2019.

Ist Vergangenheit Zukunft?

Es ist kurz nach der Jahrhundertwende, der kulturelle Verfall der eigenen Gesellschaft scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein. Es steht überall: in Zeitungen, Zeitschriften und in Büchern. Das Abendland wird untergehen, die deutsche Kultur verfällt. Was kann man da noch machen?

Es gibt allerdings auch eine andere Bewegung. Es sind junge Menschen, die experimentieren mit allem, was modern ist. Ihre Literatur, Kunst und politischen Ansichten erscheinen radikal. Sie fallen mit ihrem Kleidungsstil auf und wollen provozieren. Ihre Literatur ist nicht mehr melodisch und schön, sondern spricht vom Individuum und der Sinnlosigkeit der Zeit. Sie brechen thematische Tabus, wie Gewalt in der Ehe, Sex, Inzest, Mord und so weiter.

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Angolanische Betrachtungen III

Armut ist abzuschaffen. Darin sind wir uns wohl einig. Wahrscheinlich nicht, denn nur mit der Armut der einen haben wir unser Leben begründet. Egal ob lokal, regional oder global. Das Prinzip ist immer dasselbe. Trotz des Fahrstuhleffektes. 

Wir kennen Armut. Wir sehen sie, in der Stadt und auf dem Land. Wir sehen Menschen im Mülleimer suchen. Doch die Art von Armut, die ich aus dem Auto heraus sehe, an der ich vorübergehe, habe ich so noch nicht gesehen. Die theoretischen Modelle relativer und absoluter Armut sind Begriffe. Abstrakte Gebilde um etwas zu beschreiben, dass die meisten, die sie benutzen nie erfahren haben. Mich eingeschlossen. Hier, vor meinen Augen, das ist absolute Armut, im wahrsten Sinne des Wortes Müll essen. Der Armut ausgelieferte Menschen, offenbar ohne Hilfesysteme. Armut, die ich, die wir mit produziert haben. In Geschichte und Gegenwart. Es ist so leicht zu verdrängen. Es tut gut, es zu verdrängen. Doch bahnt sich der Gedanken seinen Weg immer wieder in das Bewusstsein. Jetzt noch direkter, physischer, klarer als jemals zuvor.

Zucker ist Gift, oder? Eine Rezension.

Zucker ist Gift. Das wäre doch mal eine Ansage. Bevor sie aber Diskussionen, Klagen und Wut hervorruft wollen wir relativieren. Wir brauchen Zucker, keine Frage, sonst wäre er nicht in Obst und Gemüse enthalten. Wieso sollte man dann zuckerfrei Leben wie es das Buch von Marianne Falck vorschlägt?

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