Keine Ziele Für 2020?!

Ich habe an Sylvester dagestanden und habe keine guten Vorsätze für 2020 formuliert. Das brauchte ich auch nicht. Habe ich doch meine Vorsätze der letzten Jahre noch zu erfüllen. Gut, ich gebe zu, das trifft wohl auf die meisten zu, aber in diesem Jahr habe ich bemerkt, dass mein Jahr 2020 eigentlich schon deutlich früher „verplant“ war. 

Meine Vorhaben für 2020 haben sich im Laufe des Jahres 2019 entwickelt und sind darüber hinaus teilweise auch noch Ergebnis längerer Prozesse. Ich will in diesem Jahr meine Doktorarbeit fertigstellen, außerdem erscheint im April eine Jüdische Miniatur zu Gustav Landauer bei Hentrich & Hentrich – beides war schon eine Weile klar und stand nicht zur Debatte. 

Ebenso, dass ich weiterhin Bouldern und Klettern möchte und hier auch besser werden will. Meine Partnerin und ich habe uns schon im Herbst das Ziel gesetzt, im Frühjahr soweit zu sein, dass wir einen Vorstiegskurs machen können. Technisch ist das nicht zu kompliziert und sie ist schon längst soweit, ich kämpfe leider immer noch bzw. immer wieder mir meiner Höhenangst, die dazu führt, dass ich in der Regel beim Klettern nur deutlich leichtere Routen schaffe als beim Bouldern. Unser Ziel für 2020 ist es, draußen selbstständig klettern zu können. Daran halten wir fest. Doch in meinen Augen ist dies kein Vorsatz für 2020, sondern ein schon langer feststehender Pfeiler auf unserem Weg durchs nächste Jahr. 

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10 Tage Tirol #rausundmachen

Urlaub, Urlaub, Urlaub. Dieses Jahr waren wir für 10 Tage in Tirol – ohne einen Plan. Wir wussten, wo wir hinfahren mussten, aber hatten keine Pläne für vor Ort. Das ist das erste Mal gewesen und es war aufregend…

Urlaub ohne Plan?

Das gab es bei uns noch nie. Meine Freundin und ich fahren nun schon weit über 10 Jahre gemeinsam in den Urlaub, aber ohne Plan war noch nie 😉 

Es war deshalb auch ein kleines Experiment. Über das Haus wussten wir nichts, da es einem Kollegen bzw. Freund gehört und wir dort sehr günstig unterkommen durften. Auf unseren Wetter-Apps war die ganze Woche Regen angesagt und so hätte es sich gelohnt Pläne zu schmieden. Wir nahmen stattdessen Bücher mit, etwas zu essen und dann wollten wir mal sehen. 

Wir waren beide noch nie in dieser Gegend in Tirol, ich habe vorher noch nie Urlaub in Österreich gemacht. Ibiza war mir zu weit weg und da fiel uns dann das Land hinter den Bergen ein. Nachdem wir viel zu lange mit dem Auto gen Süden gefahren sind, kamen wir Abends schließlich in der kleinen Holzhütte an. Am Berg gelegen mit einem wunderschönen Blick ins Tal.

Wir richteten uns ein und am nächsten Tag fuhren wir ins Tal, um einzukaufen und uns den Ort anzusehen. Schwaz, die Stadt unten im Tal war ganz nett und wir fanden guten Geschäfte, um Lebensmittel aus der Region kaufen zu können. Pünktlich zum Einsetzen des Regens saßen wir wieder im Auto und schlängelten uns den Berg hinauf. 

Es wurde klar, dass unsere Wetter-App nicht so richtig gute voraussagen machen konnte in dieser Region. Es gab die Berge und Täler und hier herrschte andere Wetter als dort. Schließlich bekamen wir den Tipp für eine Ski-Wetter-App, die unterscheidet zwischen Berg und Tal und mit dieser konnten wir das Wetter ganz gut beobachten. 

Lesen

Am ersten Tag, nach dem Einkaufen taten wir nichts. Na gut, das stimmt nicht ganz. Meine Partnerin fing ein 2000 Teile Puzzle an und ich begann zu lesen. Für diesen Urlaub hatte ich den neuesten Kommissar Dupin dabei und Juan S. Guses Miami Punk. 

Mit dem Kriminalroman kam ich ganz gut voran. Die etwas über 300 Seiten las ich dann auch in vier Tagen. Anschließend begann ich mit dem nächsten Buch: Miami Punk ist aber ein Wälzer, über 600 Seiten stark und ich hatte immer weniger Zeit zu lesen. Jetzt liegt es bei mir auf dem Nachtschrank und ich will jeden Tag weiterlesen, schaffe es aber irgendwie nicht. 

So viel Regen wie angesagt gab es nicht. Ehrlich gesagt, hat es ziemlich wenig geregnet. Meist schien die Sonne oder es war bewölkt. Ab und zu gab es einen kurzen Schauer und dann war es auch wieder vorbei.

Wandern 

Da das Wetter also dann doch ganz anders wurde, dachten wir uns, wir könnten ja mal wandern gehen. Wir hatten ja alles mitgebracht, konnten also jederzeit unsere Wanderschuhe anziehen. Der Urlaub entwickelte sich auch ziemlich schnell zu einem Wanderurlaub. Mal waren es nur Anderthalbstunden, um nach dem sehr späten Aufstehen auf eine Hütte zu laufen, dort aßen wir dann Frühstück bzw. Mittag. Dieses Bestand aus hoch gelobten großen Schnitzeln und waren köstlich! An anderen Tagen waren es dann gute Tagestouren mit 7 oder auch mal 10 Stunden.

Der Gilfert

Den ersten Gipfel, den wir bestiegen war der Gilfert. Unser Hausberg. Wir konnten von unserer Terrasse aus seine Spitze mit Kreuz sehen und freuten uns, ihn zu besteigen. Mit einer Höhe von etwas über 2500 Metern, ist es einer der höchsten Berge, die wir bisher erklommen haben. Der Weg war schön. Nicht immer einfach und machmal für mich mit meiner Höhenangst, etwas haarig, aber insgesamt habe ich das Gehen genossen, auch die leichte Kletterei. Auf dem Rückweg haben wir sogar einen Umweg gemacht und haben noch ein kleinen Berggipfel mitgenommen. Anschließend konnten wir ins Tal hinabsteigen und entlang von Bergwiesen und -bächen zurück wandern.

Das Kellerjoch

Viel aufregender war für mich dann aber doch die Besteigung des Kellerjochs. Angefangen mit der ersten Auffahrt. Meine Partnerin freute sich schon sehr, da sie unbedingt mit einem Sessellift fahren wollte. Ich war da skeptisch – wieder meine Höhenangst. „Keine Sorge, das sind nicht mehr als drei Meter über dem Boden“ höre ich sie immer noch sagen. Drei Meter? Dachte ich mir, das ist kein Problem, von dieser Höhe kann man locker abspringen. Wir saßen also im Lift und es ging immer höher und höher. Aus drei Metern wurden schnell zehn (!) inklusive felsigem Abbruch unter uns. Das war für mich echt richtig schwer. Aber ich habe es überlebt. Zwischendurch habe ich zwar gejammert, ich wäre lieber gelaufen, aber gut.

Oben angekommen, ging es dann richtig los. Wir liefen sicher 2 Stunden über den Bergkamm, um zur Kellerjochhütte aufzusteigen. Oben angekommen bietet sich nicht nur ein wunderbarer Blick ins Tal und über das Karwendelgebirge, nein, es bietet sich auch die Gelegenheit selbstgemachten Apfelstrudel zu essen. Das lassen wir uns nicht entgehen und genießen die Sonne hier oben. 

Nach der ersten Stärkung machen wir uns auf zu einer halben Stunde Hölle. Zumindest für mich. Wir laufen zu einer kleinen Kapelle ganz oben auf dem Berg, dort ist die Spitze. Leider ist hier der Weg oft sehr eng und es gibt zwei Kletterstellen bei denen man an schorfigen Felsen und auf Platten gehen muss. Es gibt eine Stahlseilsicherung. Auf dem Hinweg geht es noch. Der Weg wirkt schon irgendwie krass, aber immer noch machbar. Oben ist das Panorama grandios. Dann geht es aber zurück. Die anderen Wege runter sind entweder noch steiler oder aber gleich ganz gesperrt. Ich krieche also die erste steile Felsstelle herunter. Vor der zweiten machen wir eine Pause und ich sehen eine mögliche Umgehung, wir gehen sie entlang und müssen dann über einen Felsen steigen, der die gesamt Weg versperrt. Hier friert mein Körper ein. Es geht nicht weiter. Ein paar Minuten redet mir meine Freundin gut zu und versucht mit zu motivieren. Es geht nicht. Es ist mir zu unsicher. Also, das Stück zurück und dann doch oben rum, über die Felsen immer gut am Stahlseil entlang. Das ist jetzt gar nicht mehr so schlimm. 

Wir laufen zurück zur Seilbahn und fahren im Regen hinunter. Jetzt geht es mir schon besser. Ich habe zwar immer noch eine Höllenangst, aber habe schon mehr vertrauen in diese Ding gefunden und kann ein klein wenig entspannen. Dieser etwas weiteren Spaziergang – ja, so wurde es mir verkauft – entpuppte sich dann doch als mehr als ich erwartete. Und dennoch, das Panorama, die Berge, die Luft, das Laufen – trotz meiner Angst, war es eine wunderbare Wanderung. 

Die Wolfsklamm

Ein paar Tage später waren wir Abends in unserer Hütte und warteten auf das angekündigte Gewitter. Es wollte einfach nicht kommen. Stattdessen riss die Wolkendecke immer wieder auf. Da es aber schon nach 17 Uhr war, wollten wir nicht noch eine große Wanderung unternehmen. Wir fuhren also in die Wolkfsklamm.

Die Wolfsklamm liegt in der Nähe von Schwaz bei einem kleinen Ort. Wir konnten parken und dann durch diese beeindruckende Schlucht laufen. Die offizielle Öffnungszeit war vorüber, Regen angesagt und so hatten wir dieses ganze Gebiet ganz für uns allein. Es war herrlich. Wir konnten auf den Stegen und Brücken in Ruhe stehen und schauen und die wunderbare Landschaft auf uns wirken lassen. 

Nachdem wir die Schlucht durchquert hatten stellte sich die Frage ob wir noch auf einen Berg hinaufgehen, um dort ein Kloster anzuschauen oder ob wir in einem Bogen zurück laufen. Meine Partnerin hatte keine Lust auf die vielen Treppen zum Kloster und so gingen wir in einem großen Bogen auf einer Forststraße zurück zum Auto.

Es war ein schöner kleiner Ausflug und wir waren froh, als wir dann gegen 21 Uhr wieder zu Hause waren. Es war eine ganz großartige Abendgestaltung. 

Innsbruck

Nicht so großartig war unser Ausflug nach Innsbruck. Dieser Stadttag hat mir gar nicht so gefallen. Innsbruck als Stadt ist ganz nett, aber es hat nicht die umwerfende Altstadt und das goldene Dach – anscheinen die Attraktion vor Ort, hat mich auch eher enttäuscht.

Wir fuhren hauptsächlich hier her, um uns das Ketterzentrum anzusehen, da wir viel darüber gelesen haben. Zuvor besuchten wir die Stadt und waren etwas enttäuscht. Dann nahmen wir die Gelegenheit war und fuhren mit einer Bahn den Berg hinauf. Einerseits hatten wir hier einen schönen Blick über Innsbruck und die Berge, andererseits wollte sich meine Partnerin die Bahnstationen ansehen, da diese von der Architektin Zaha Hadid stammten und in der Tat recht beeindruckend aussahen. 

Da wir nicht weitere 20 Euro pro Person ausgeben wollten, um bis ganz nach oben auf den Berg zu fahren, gingen wir in den nahegelegenen Zoo. Der war nett, hat uns aber leider auch nicht umgehauen. Zu guter letzt standen wir dann vor dem Kletterzentrum und sind wieder heimgefahren. Es war so voll, dass uns weder nach Bouldern noch nach Klettern der Sinn stand. Das war schade, doch fuhren wir gemütlich nach Hause und kochten gemeinsam Abendbrot. 

Fazit

Wir wussten das Wetter wird schlecht. Wir wussten nicht, was wir tun wollen. Dafür waren wir dann doch ganz schön aktiv. Wir sind auf Berge geklettert, haben gepuzzelt und gelesen, wir sind gewandert, haben uns eine Stadt angesehen und vieles mehr. 

Ich hatte mir vorgenommen mal nichts zu tun. Nun weiß ich, dass kann ich nicht so gut. Es war dennoch ein entspannender und wahnsinnig schöner Urlaub. Ich empfehle allen Menschen mal sich nichts vorzunehmen. Oder ist das vielleicht das Normale? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen. Ich freue mich zwar auf den nächsten Urlaub, habe aber jetzt erstmal das Problem wieder ins Arbeiten zu kommen. 

Seid also geduldig mit mir und bleibt mir gewogen! 

Meine Barfußschuhe im Test

Ich habe mir in diesem Jahr relativ spontan Schuhe gekauft. Wir waren im Kurzurlaub und ich wollte nur mal schauen. Schwups, hatte ich mir ein paar Barfußschuhe gekauft. Mein Fazit nach einem Dreivierteljahr.

Wieso Weshalb Warum

Ich habe immer wieder Probleme mit Schuhen. Oft sind sie mir vorne zu eng gewesen, außerdem taten viele nach ein paar Kilometern ziemlich weh. Mit der Idee, es mir Barfußschuhe zu probieren hatte ich damals schon ein paar Mal gespielt, es aber dann nie weiterverfolgt. Ich wusste, man sollte irgendwie anders gehen, aber wie? Ich hatte erst kurz zuvor angefangen mir bei YouTube ein bisschen was zum Thema anzuschauen. Aber das war verwirrend, denn dazu gibt es gefühlt einen Informations-overload. 

Im Geschäft gefielen sie mir ziemlich gut: Leicht, angenehm auf den unterschiedlichen Materialien und dazu kaufte ich dann noch wasserdichte Socken, sodass ich die Schuhe auch bei Regen und Schnee anziehen könnte. Am ersten Abend probierte ich sie gleich aus. Es war ungewöhnlich. Ich lief seltsam, da ich sonst ganz schön auf meine Fersen donnern würde. Der leichte Regen und die Pfützen machten mir ja nicht aus und meine Füße blieben trocken. Es schien, als ob ich Schuhe gefunden hätte, die zu mir passen und in denen meine Füße endlich platz haben würden. 

Die erste Zeit und Schnee

Als wir wieder zu Hause waren, wurde nicht nur das Wetter besser sondern ich informierte mich über das Thema Barfußlaufen. Ich lernte eine ganze Menge. Ich sollte es langsam angehen. Durch das Laufen über den Ballen könnte ich Muskelkater bekommen. Am besten sollte ich ein Seminar besuchen, um zu lernen, wie man Barfuß läuft und mich coachen lassen. 

Das meiste tat ich nicht. In so etwas bin ich einfach schlecht. Auch als ich fastete, machte ich es auf meine Weise. Ich ging also einfach los. Klar übte ich, etwa vorne abzurollen und machte Übungen für meine Füße. Der Rest kam mit der Zeit. Zu großen Muskelkater hatte ich auch nicht. Es war also eigentlich alles gut. Die Schuhe versahen ihre Dienst ziemlich gut und ich war sehr zu frieden. 

Dann wollten wir Freunde besuchen. Sie waren kurz zuvor aufs Dorf in die Nähe von Passau gezogen. Für uns hieß das, einmal quer durchs Land zufahren. Ich packte meine Sachen und orientierte mich an unserem Wetter. Zum Glück nahm ich meine Barfußschuhe und die Spezialsocken mit. Als wir nach einer sehr langen Fahrt ankamen war es dunkel und es lag Schnee. Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet. 

Wir verbrachten ein wunderbares Wochenende bei unseren Freunden! Die Spaziergänge waren etwas lustig. Da wir auf Wegen und Feldern eine geschlossene Schneedecke hatten, erkannten wir nicht gleich wie tief der Schnee war. Als wir dann aber reihenweise einbrachen wurde nicht nur das Gehen schwerer, es war auch ein Rästelraten wer wohl als nächstes absackt. In der Regel reichte uns der Schnee zum Knie, Stellenweise aber auch bus zur Hüfte. Das war irgendwann kein großer Spaß mehr, besonders da ich bei fast jeden Schritt einbracht. Wir vermuten, dass es an den Schuhe lag. Dafür blieben meine Füße wirklich trocken und in meinen Augen, haben die Schuhe den Schneetest bestanden.

Sonne, Hügel, Israel

Da ich für gut sieben Wochen auf einer Archivreise in Israel verweilte nahm ich auch dort meine Barfußschuhe mit hin. Die besagten Socken halfen mir enorm, da ich im März, meiner Hauptreisezeit, viel Regen in Jerusalem sah. 

Ich lief teilweise eingepackt in meiner Regenhose, die in den Wasserdichten Strümpfen steckte und meiner Regenjacke ins Archiv. Doch auch hier gilt: Test bestanden, bis auf ein, zwei Mal, wo die Schuhe etwas rutschig waren, haben sie mir sehr gute Dienste geleistet. Ich lief so über Wochen Hügel hinauf und herunter. Die Schuhe trockneten im Archiv auch recht schnell, aber über Nacht wurde sie auf jeden Fall wieder trocken für den nächsten Tag. 

Dabei machte mir auch der Asphalt nicht viel aus. Klar, meine Füße musste ich etwas mehr pflegen als ich es vorher getan habe, aber das war okay. Sie bekamen nun täglich Hirschtalg und ich kümmerte mich um sie. Meine Füßen dankten es mir, in dem sie immer mehr mitmachten und geschmeidig blieben. 

Ein Härtetest erlebten die Schuhe dann auch noch. Ich fuhr in den Norden, um etwas zu wandern. Am ersten Tag war der Weg wirklich matschig. Viele andere im Nationalpark Yehudiyya waren gesperrt. Ich kämpfte mich durch und kam zu einem wunderbaren Wasserfall. Meine Schuhe litten ein wenig. Im Laufe des Tages kam dann die Sonne hervor und trocknete meine Schuhe ein wenig. Ich klopfte sie etwas aus und fuhr in meine Unterkunft. Im Waschbecken habe ich sie kurzerhand ausgewaschen. Klar, nicht perfekt, aber so, dass sie nicht mehr wirklich dreckig waren. In der Sonne auf dem Balkon trockneten sie gut. 

So konnte ich in den nächsten Tagen weiter Ausflüge und kleine Wanderungen mit ihnen unternehmen. Das war wunderbar. Auch der anschließende Urlaub mit Freunden und einem touristischen Programm überlebten sie tadellos. Gerade da nun das besser wärmer und sonniger wurde, bewährten sich die Schuhe, da sie leicht waren und meinen Füßen genug Luft zum atmen ließen. 

Über Stock und Stein im Harz

Vollends überzeugt haben sie mich auf der Wanderung, die ich im Harz unternommen habe. Nachdem meine Wanderschuhe am ersten Tag schon Blasen hervorriefen (zugegeben, ich glaube, ich hatte nicht die besten Strümpfe an), wechselte ich in meine Barfußschuhe. 

Wir waren mit gut 12 Kilo Gepäck unterwegs und ich machte mir anfangs schon Gedanken, wie das mit den Schuhen wird. Sicher war ich mir nicht, ob es eine gute Idee war. Aber, es war eine gute Idee. Ich lief im Harz mit den Schuhe sicherlich gute 50 Kilometer. Über Stock und Stein. Insbesondere über Stein war das oft kein vergnügen, haben die Schuhe ja nur ein paar Millimeter Sohle. Und dennoch, sie und ich hielten durch. Ich schaffte es auf den Brocken und zurück; die Schuhe ohne große Probleme auch. 

Fazit

Sie sind immer noch in einem sehr guten Zustand. Gerade davon bin ich überrascht. Obwohl ich sie schon ganz schön getriezt habe, halten sie tapfer durch. Klar, ein paar Blessuren gibt es schon, doch sie haben alles ziemlich gut gemeistert. 

Ich bin positiv überrascht. Dass mir die Schuhe so gut gefallen hätte ich selbst nicht gedacht. Doch mittlerweile bin ich vollends überzeugt. Für mich war es die richtige Entscheidung. Als mir dies vor einer Weile klar wurde, kaufte ich mir ein weiteres Paar Schuhe, dass ich auch zur Arbeit, bei Konferenzen und bei gesellschaftlichen Anlässen tragen kann. Auch sie gefallen mir sehr. 

Meine ersten Barfußschuhe werden aber immer etwas besonderes bleiben. Sie haben mir deutlich gemacht, dass meine Füße nicht eingezwängt sein müssen und ich entspannter laufen darf! 

Ich bin mir sicher, dass diese Art des Gehens und der Schuhe nicht für alle etwas ist. Interessierten aber skeptischen Menschen würde ich raten ein wenig im Internet über das Barfußgehen zu lesen und bei YouTube zuschauen und dann einem Geschäft mit entsprechendem Sortiment mal welche auszuprobieren. 

Ich hoffe, dieser Beitrag hat euch gefallen. Habt ein schönes Wochenende und bleibt mir gewogen.