Die Küche ist für Alle da

Unsere Küche ist eine Gästeküche. Wieso und was das ist lest ihr im folgenden Beitrag. Nach unserem Umzug, sieht unsere Küche allerdings anders aus, daher habe ich den alten Post überarbeitet. Ich hoffe, er gefällt euch dennoch. 

Meine Mutter hat letztens umgeräumt. Die Küche hat sie seit 30 Jahren. Als wir zu Besuch waren, wollte ich ein Glas aus dem Schrank nehmen. Seit meiner Kindheit waren in diesem speziellen Schrankfach die Gläser. Jetzt nicht mehr. Ihr gefällt es. Mich geht es ja gar nichts an, aber verwirrend war es dennoch und ich konnte vorher nicht sehen, wo die Gläser nun sind. 

Knapp formuliert ist eine Gästeküche natürlich keine extra Küche, sondern eine, in der sich Gäste schnell und selbstständig zurecht finden. Ihr kocht mit Bekannten oder Freunden? Die wollen helfen und am Ende müsst ihr ihnen penibel genau beschreiben, in welchem Schrank was steht und in welcher Schublade das Besteck zu finden ist. Diese Küchen haben etwas für sich. Alles ist verstaut und ordentlich, der Nachteil: niemand sieht etwas.

Die Gästeküche

Die Gästeküche schließlich funktioniert anders und ist nichts für jede_n. Unser Gewürzregal ist tatsächlich ein Regal das sich über Arbeitsplatz und Herd erstreckt, so kommen wir schnell an Gewürze beim Kochen und sie stehen sonst nicht im Weg. Der schnelle Zugriff ist super und das offene Regal hat den Vorteil, dass Gäste sehen, was für Gewürze da sind und können selbstständig darauf zugreifen. 

Neben dem Herd gibt es eine kleine Arbeitsfläche, hier stehen neben Schneidebrettern auch unsere Ölkanne, Pflanzenöl, Zwiebeln und Knoblauch sowie eine Schüssel Salz. Beim Kochen können wir damit auf alles wesentliche schnell zurückgreifen. Neben dieser Arbeitsfläche ist nun auch gleich der Kühlschrank.

In der neuen Wohnung haben wir nun nicht mehr alles in einem offenen Regal, sondern unsere vormaliger Flurschrank – ein Küchenbuffet – landete tatsächlich in der Küche. Das Provisorium erwies sich als wirklich sehr hilfreich. Durch die Glastüren im Aufsatz lässt sich schnell erkennen wo Gläser, Tassen und Teller sind. Das Besteck mussten wir nun leider auch in einer Schublade verstauen; ebenso wie Töpfe und Pfannen – allerdings sind dies nur zwei geschlossene Fächer. Deshalb denken wir immer noch über unsere Küche als Gästeküche. 

Auf der Arbeitsfläche des Buffets steht unser Brotkasten, einige Kochbücher und hier lagert auch das Gemüse welches nicht in den Kühlschrank soll. 

Neben dem Küchenbuffet reckt sich ein hohes offenes Regal bis zur Decke. Hier bewahren wir unsere Lebensmittel auf. In der Regel in Gläser verpackt warten hier Nüsse, Linsen und anderes auf ihre Verarbeitung. Aber auch unsere Kaffeeutensilien, die Weingläser und andere wird hier beherbergt. Muss uns jemand in der Küche etwas helfen und schnell eine Zutat, Schüssel oder ähnliches geben, geht das ganz einfach. 

Es ist Arbeit eine solche Gästeküche zu haben, denn das Offene zwingt uns beständig halbwegs Ordnung zu halten oder mit dem Chaos zu leben. Bisher klappt es ganz gut. Während des Umzuges haben wir auch etwas ausgemistet und haben viel überflüssiges weggegeben. Unsere Einrichtung hat sich damit zwar etwas reduziert, schlimm ist das aber nicht, denn wir haben die meisten Gläser, Tassen usw. Die wir weggegeben haben nie benutzt. In unserer Küche fühlen wir uns wohl, ich würde zwar gerne manchmal etwas mehr Platz haben wollen zum Arbeiten und einen größeren Bereich um gemeinsam zu sitzen, aber wer weiß, vielleicht irgendwann einmal. 

Was denkt ihr zu diesem offenen Konzept? Habt ihr Ideen, wie wir es noch verbessern könnt? Was habt ihr für Erfahrungen? Teilt eure Gedanken gern in den Kommentaren und bleibt mir gewogen.

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