Haus|manns|kost — Streifzüge durchs Innere und Äußere

Rom in 7 Tagen

Rom in einer Woche? Das geht gut! Kurz vor Ostern 2018 buchten wir relativ spontan einen Nachtzug und ein Hotel in Rom. Wir wollten die Stadt am Tiber endlich einmal kennenlernen. Unser Fazit? Es ist super, aber…

Die Reise war aufregend. Morgens in den ICE nach München, am frühen Abend eine Stunde warten am Hauptbahnhof. Mit Verspätung fuhr der Nachtzug nach Rom ein. Wir suchten unser Abteil und machten es uns bequem. Gesellschaft bekamen wir von einem ziemlich stillen Pärchen aus Kanada, die gerade durch Europa reisten. Der Zug wollte aber noch nicht los. Mit weiteren gut 45 Minuten Verspätung fuhren wir in München ab.

Eine unruhige Nacht 

Es ratterte und knatterte, der Zug hielt unterwegs und ich hörte zwischendurch Akkuschrauber, die irgendwo im Zug zum Einsatz kamen. Vielleicht habe ich es auch geträumt. Was ich wirklich gerne geträumt hätte: An einer innereuropäischen Grenze wurde der Zug gestoppt – ich bin mir nicht sicher ob nach Österreich oder nach Italien – und Passkontrollen durchgeführt. Allerdings nicht bei allen. Mitten in der Nacht hörte ich die lauten Stimmen: Passport Control! – Ich dachte: “Echt jetzt? Im Schengen-Raum? So eine Scheiße!” Ich kramte also nach meinem Personalausweis und wartete, bis sie an unser Abteil klopfen würden. Doch: Nichts. Bei der Familie links neben uns klopften sie aber und bei der Familie zwei Abteile weiter rechts. Wieso? Das weiß ich nicht, aber die Familie links von uns war schwarz und im rechten Abteil saßen Muslime. Die anderen wurden anscheinend nicht kontrolliert. Das hätte ich gerne geträumt. 

Zwei Stunden verspätet kamen wir am nächsten Vormittag in Rom an. Endlich. Wir verließen den Bahnhof und liefen in die Stadt. Es war viel los. Die Hauptstadt Italiens war busy wie man so schön sagt. Doch wir wollten hinein. Wir spazierten etwas ziellos herum und staunten nicht schlecht. Auch über den Verkehr. Nach einer Weile fanden wir dann unser Hotel.

Unser Hotel

Es hat in gewisser Weise diesen 70er Jahre Schick. Aber dafür, dass wir die ganze Zeit fast direkt in der Stadt wohnen (zum Trevi-Brunnen sind es höchstens drei Minuten) ist es super. Beim Wohnen sind wir recht anspruchslos und freuten uns deshalb riesig, dass wir einen kleinen Kühlschrank hatten. Der Rezeptionist war höchst freundlich, wie alle im Hotel und versprühte noch etwas gediegenes und exklusives Flair. An sein “Buon Giorno seniore” am Morgen gewöhnte ich mich schnell und versuchte ebenso zu antworten. Das eigentliche Highlight am Hotel war jedoch das Frühstück. Es war reichhaltig und gut, ja sogar relativ abwechslungsreich. Das allerbeste aber, war der Blick. Im obersten Stock des Hotels mit vielen Fenstern ausgestattet befand sich der Frühstücksraum, sodass alle Gäste an dieser schönen Aussicht teilhaben konnten. Das hat uns besonders gefallen. Genauso wie die Lage des Hotels. Wir hatten Busse in der Nähe, um weitere Strecken zu fahren und durch die Lage des Hotels, konnten wir fast immer laufen, was uns sehr gefiel. 

Sehenswürdigkeiten

Gleich vom ersten Tag an, waren wir draußen unterwegs, um möglichst viel von dieser Stadt zu sehen. Um es vorneweg zu sagen: wir haben nicht alles sehen können, was wir wollten. Einerseits, weil wir für beispielsweise das Museum Galleria Borghese keine Karten mehr bekommen haben und andererseits, da es viel zu viel zu sehen und entdecken gibt als wir in einer Woche schaffen konnten.

Vatikan

Einige Dinge sollte man am besten vor dem Aufenthalt in Rom organisieren. So beispielsweise Karten für den Vatikan oder genauer gesagt, für die Vatikanischen Museen (inklusive der sixtinischen Kapelle). Wir haben das relativ spontan gemacht und dafür im Internet viel recherchieren müssen. Am Ende haben wir früh morgens gegen 9 Uhr ein Zeitfenster ergattert. Unser Ticket ließ es zu, dass wir einen Großteil der Warteschlangen überspringen konnten. Hier muss man wirklich genau hinsehen, da die verschiedenen Möglichkeiten (inklusive Preisen) nicht immer klar und transparent sind. 

Uns war es dann allerdings wichtig, morgens gleich rein zu können, um anschließend noch weiter zuziehen. 

Vatikanische Museen

Rein ging es ziemlich schnell und dann konnten wir einen kleinen Blick auf das Innere des Vatikans werfen. Grundsätzlich ist dieser Teil schon eher abgegrenzt gegenüber dem „richtigen“ Vatikan – immerhin ist es ein anderes Land als Italien. 

Doch wir waren ja vor allem wegen der Kunst hier. Wir gingen  also in die Vatikanischen Museen. Meine Freundin sog alles ein – mir war recht schnell langweilig. Insbesondere weil hier vor allem alte Schinken ausgestellt werden, mit denen ich am wenigsten anfangen kann. Spannend waren für mich dann eher noch die auf Teppichen gewebten Landkarten oder – da waren wir beide von begeistert – die Skulpturen, die man in unterschiedlichen Stadien des Entstehungsprozesses beobachten konnte. 

Selbstverständlich besuchten wir auch die Sixtinische Kapelle. Es war voll und immer wieder laut. Sie war dann doch etwas anders, als ich es mir vorgestellt hatte und dennoch ist dieses Deckenfresko von Michelangelo faszinierend. Durch die Erklärungen, die meine Freundin mir geben konnte und unser Reiseführer, war ich umso beeindruckter von dieser Arbeit. 

Nach der ganzen Kultur brauchte ich meine eigene Art von Kultur und bestellte mir noch im Vatikan einen Espresso. Der war leider eine Enttäuschung. Als Trost brachte ich ein vatikanisches 50-Cent-Stück mit nach Hause, dass ich immer noch gut hüte.

Petersdom

Wieder draußen an der frischen Luft war es noch gar nicht so spät und so entschieden wir uns, auf den Petersplatz zu gehen. Einmal hier, so dachten wir uns, sollten wir auch rein. Da wir aber schon für die Tickets in den Vatikan gut Geld gezahlt hatten, wollten wir nicht auch noch 15€ pro Person bezahlen, um an der Warteschlange vorbeizukommen. Deshalb liefen wir einmal quer über den Platz und stellten uns an…

… gut 2 Stunden später gingen wir durch die Sicherheitsschleuse und hinein in den Dom – na gut, nur fasst. Wir bogen vorher ab, um mit dem Fahrstuhl und über Treppen auf die Kuppel zu steigen, dafür bezahlten wir dann doch noch. Von oben hatte man einen tollen Blick: Sowohl über Rom als auch über den Vatikan selbst.

Der Dom selbst ist zwar auf Grund seiner Größe ziemlich beeindruckend, aber er ist nicht das pompöseste christliche Gotteshaus, dass ich bisher besucht habe. Und dennoch: Den Vatikan anzusehen war gut und spannend. Ich würde es auf jeden Fall wieder tun. 

Wir haben dann in der Nähe noch Pizza gegessen und sind dann durch einen Park, mit einem weiteren schönen Ausblick zurück in die Stadt gelaufen. 

Trastevere

Auf unserem Weg hinab, kamen wir nach Trastevere. Es ist, da hat unser Reiseführer wieder recht, ein pittoreskes Viertel. Es gab sehr unterschiedliche Häuser, Gassen und Cafés, was uns sehr gefiel. Wir schlenderte noch eine Weile und genossen den Rest des Tages.

Am Beispiel des Viertels Trastevere lässt sich auch gut die Art von Gentrifizierung nachvollziehen, die sich beispielsweise auch in Berlin Friedrichshain und Kreuzberg vollzogen hat. In Rom war es so: In den 70er Jahren wurde dieses Arbeiterviertel von Künstlern und Intellektuellen „entdeckt“. Sie zogen dort hin und machten es somit für Touristen und Ausländer attraktiv. Reichere Menschen kauften sich hier Wohnungen und die Preise stiegen. Mittlerweile vermieten die Besitzer lieber Tage- oder Wochenweise an Touristen, das bringt mehr Geld und es gibt viele Szene-Bars, um das Partyvolk bei Laune zu halten. Bis zum frühen Morgen ziehen die hier um die Häuser – kein Wunder, dass diejenigen, die es sich leisten können mittlerweile weitergezogen sind… Dies alles lässt sich einerseits gut vor Ort nachvollziehen und selbst unser Reiseführer macht darauf aufmerksam. 

Es war zwar ein nettes Viertel und am Nachmittag gut auszuhalten, doch bevor die Szene-Bars öffneten machten wir uns auf den Heimweg, denn für junge internationale Partypeople hatten wir nach so einem Tag keinen Nerv mehr. 

Foro Romanum/ Palatino – Kolloseum

An einem weiteren Tag ging es für uns wieder hinein in die Stadt. Das ist das Verrückte: In Rom liegen diese Sehenswürdigkeiten einfach Mitten in der Stadt. Wir wollten eigentlich ins Kolloseum, haben dann aber gelesen, dass das Foro Romanum sich einerseits lohnt anzusehen, andererseits sollte man hier einfacher, d.h. mit kürzerer Warteschlange ein Ticket kaufen können, dass auch für das Kolloseum gilt. Und es lag auf dem Weg. 

Ohne große Erwartungen gingen wir also los und wurden überrascht. Erst als wir am eingezäunten Gelände vorbei liefen wurde mir klar, wie groß das Gebiet ist und, dass es einfach so in dieser modernen Stadt liegt. Die Warteschlange war wirklich sehr kurz, es dauerte wahrscheinlich nur 15 Minuten bis wir unser Ticket hatten. 

Das Foro Romanum gibt sich zu Beginn bescheiden. Seine Ausmaße erschlossen sich mir zuerst nicht. Doch als wir dann die alte Basilica Aemilia entlang gingen wurde mir klar, wie groß die Gebäude und das Areal waren. Die uralten Säulen entlang zu schlendern hatte was für sich, zugegeben, ohne unseren Reiseführer wäre es schnell langweilig geworden, doch so konnten wir viele historische und kulturelle Details nachlesen. 

Auf dem Gelände befindet sich auch der berühmte Titusbogen, der die Menora als Kriegsbeute nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem zeigt. Ich hatte ihn mir größer vorgestellt, ihn aber nach den oft gesehenen Bildern nun mit eigenen Augen anzuschauen, war weniger erhaben als gedacht. 

   

Das Palatin

Erhaben war dann aber doch der Ausblick, den wir vom Palatino aus hatten. Dies ist ein Berg bzw. Hügel, der direkt an das Foro Romanum angrenzt und im Preis inbegriffen ist, wenn ich mich nicht täusche. Hier oben lässt es sich tatsächlich sehr ruhig schlendern, ja fast schon flanieren. Der Palatin ist ein antikes Wohnviertel, in dem die “Reichen und Schönen” wohnten. Dort oben ist es ruhig und grün, es ist nicht soviel los oder verläuft sich besser. Außerdem hat man einen grandiosen Blick hinunter auf das Foro Romanum und sogar zum Kolloseum.

Kolloseum

Da wir sowieso in der Nähe waren und selbstverständlich das Kombiticket gekauft hatten, gingen wir noch zum Kolloseum. Von weitem sah es noch ganz schön beeindruckend aus. Von nahem war es dann ziemlich voll mit Touristen – uns inklusive. Es ist schon sehr gewaltig dieses Bauwerk, gerade wenn man an die damalige Zeit denkt, doch so richtig umgehauen hat es mich nicht. Vielleicht weil wir nicht in die Katakomben durften oder uns weiter unten umsehen. So liefen wir auf den Rängen herum und versuchten die einzelnen Ebenen etwas zu erkunden. 

Ein klein wenig enttäuscht vom Kolloseum, das ja praktisch das Wahrzeichen Roms ist, liefen wir zum Hotel zurück. 

Fontana Di Trevi

Gleich um die Ecke bei unserem Hotel, höchstens drei Minuten entfernt, lag einer der Hotspots. Natürlich nur gefühlt. Den Trevibrunnen oder die Fontana Di Trevi besuchten wir ziemlich oft. Es lag nah am Hotel und besonders früh morgens oder später am Abend, wenn die Massen an Besuchern noch nicht da sind oder schon wieder weg, ist es ein wirklich schöner anregender Ort. 

Auch in den Straßen und Gassen um den Brunnen lässt es sich gut flanieren. Mal hierhin, mal dahin laufen. Der Trevibrunnen gibt dabei immer mal wieder Orientierung, kommt man zu ihm zurück. Abends noch einen kleinen Spaziergang machen war deshalb immer schön. Hier, ganz nah am Platz, lag auch eine Pizzeria, die uns sehr gefiel. Wir kamen gern hierher und es hat auch hervorragend geschmeckt – weiter unten mehr dazu. 

Dieses Flair gefiel uns und ich verbinde es immer noch stark mit Rom. Das ist gut, denn so kann ich die laute und teilweise stinkende Stadt vergessen. Es gibt viel sichtbare Armut und, da sehr viele Besucher kommen, wollen viele Menschen einem etwas verkaufen. Meistens ist es Schrott. Deshalb ist es gut, wenn man für einen Urlaub, eine Balance schafft und die Stadt genießen und auch in guter Erinnerung behalten kann.

Lido / Ostia Antica

Freunde, die vor uns in Rom waren, empfahlen uns unbedingt nach Ostia Antica zu fahren. Wir nutzten also einen ganzen Tag dafür, denn mit einer Art S-Bahn fuhren wir gut 1 Stunde (oder war es länger?) raus aus Rom, immer in Richtung Meer. Bei Ostia stiegen wir aus und liefen noch ungefähr 20 Minuten, um endlich bei der antiken Hafenstadt Ostia Antica anzukommen. Vor gut 2000 Jahren als Hafen Roms gegründet fristet Ostia Antica nun sein Dasein als Touristenattraktion. Für die Touristen ist es großartig. Wir können die alte Stadt gut erkunden, wenige Dinge sind verboten und so kann man in Häuser hineingehen und auf Dächer steigen. Eine Straße durchzieht den Ort als Mittelachse, die sich sicherlich über 2 Kilometer erstreckt. Es gibt einen Tempel, eine Therme und auch ein Theater. Unser getreuer Reiseführer versorgte uns mit genug Informationen, sodass wir nicht das Gefühl hatten, noch mehr wissen zu müssen. 

Es ist hier auch herrlich still und ruhig. Die Stadt ist weit weg und es ist wahnsinnig erholsam. Einige papageienartige Vögel heiterten die Stimmung auf, denn sie flatterten herum und sangen. Nachdem wir dort in der Kantine etwas gegessen hatten, schlenderten wir durch den obligatorischen Gift Shop. Dabei erlebten wir, wie eine Taube sich ins Geschäft verirrte und nicht mehr hinauskam. Die Verkäuferinnen waren ganz aufgeregt und es kamen weitere Leute hinzu. Nachdem sie eine Weile unentschlossen zusahen, versuchen sie der Taube zu helfen und sie nach draußen zu setzen.

Nach ein paar Stunden gingen wir zurück zum Bahnhof und fuhren weiter in Richtung Lido di Ostia. Wir wollten ans Meer. Nach einem längeren Fußweg kamen wir auch endlich am Strand an, mit einem Eis. Es ist nicht so einfach von der Promenade zum Strand zu kommen, da dieser gefühlt fast vollständig zugebaut ist. Der Reiseführer meinte zwar, dass Lido di Ostia wieder angesagt sei, so wie in den 50er und 60er Jahren schon, doch von dieser Betonwüste und seinem speziellen Flair schwieg er dann doch. So saßen wir einfach am Strand und blickten aufs Meer, bis uns kalt wurde und wir uns wieder auf den Weg in Richtung Bahnhof machten. Abends kamen wir ausgelassen in Rom an. Die Fahrt war übrigens sehr günstig. Bis zum Lido zahlt man von Rom aus 1,50€. 

Zu Fuß gehen

Wir sind im Prinzip alles zu Fuß gelaufen. Bis auf den Weg nach Ostia. Das war vor allem möglich, da wir ein Hotel in der Stadt gefunden hatten von dem aus wir immer direkt starten konnten. Dadurch ist vieles gut zu erreichen und sicherlich auch schneller. Außerdem sieht man, wenn man zu Fuß unterwegs ist, viel mehr als mit dem Bus, der Bahn oder gar dem Auto. Vor allem in Rom, hier gibt es so viele Gassen, durch die man mit dem Auto gar nicht fahren darf und kann. Hat mein Telefon recht, dann sind wir in diesen knapp 7 Tagen gut 120.900 Schritte gelaufen, was ungefähr 75 Kilometern entspricht und einem Durchschnitt von 12,5 Kilometer am Tag. Für einen Stadturlaub gar nicht schlecht.

In diesem vielen Laufen sehe ich eigentlich nur Vorteile. Obwohl mir manchmal Abends schon die Füße weh taten, da man ja den ganzen Tag auch nur auf Asphalt läuft. Doch dafür haben wir viele wunderbare Orte gesehen und erkundet. 

Neben den etwas ausführlicher präsentierten Orten waren wir ja unter anderem noch an der Piazza di Spagna, dort befindet sich auch die berühmte Spanische Treppe. Dort kamen wir auf unserem Weg zum Valle Giulia vorbei, einem großen Park mit See, der Villa Borghese und auch einem Zoo. In der Nähe des Hotels fanden wir auch den Brunnen Fontana del Tritone und in den vielen Gassen auch einige Second Hand Läden. In einem fand ich ein recht günstiges Hemd von Versace – ob es echt ist der nicht, weiß ich leider nicht. Doch meine Freundin war so gut und besserte die fehlenden Nähte aus und brache mir neue Knöpfe an (es fehlten drei). Wir besuchten das Pantheon, die Piazza Venezia und besuchten das jüdische Viertel. Die Woche war unglaublich vollgepackt und zu Fuß waren wir so flexibel, hier und dort entlang zugehen. 

Essen & Trinken

Essen wie Gott in Frankreich. Das kann man in Rom auf jeden Fall auch. Leider gibt es hier aber auch genügend „Touristenfallen“, also Restaurants und Bistros, die viele Menschen bedienen und dabei eher minderwertige Speisen auf den Tisch bringen. Wir sind zweimal in solchen Etablissements gelandet. Mit Eis hatten wir so weit ich mich erinnere nur gute Erfahrungen gemacht. Auch beim Espresso war es sehr unterschiedlich, im Vatikan und Ostia Antica beispielsweise war er nur so mittelmäßig. Doch findet man eine schöne Espresso-„Bar“ dann macht es Spaß. Wir hatten im Internet etwas gefunden und die war super. Ein schmackhafter einfacher Espresso, direkt und schnell an der Bar für 0,90€ – wirklich: für 90 Cent. Und er war sehr gut. So einen Preis habe ich in Deutschland bisher nur noch in Potsdam am Hauptbahnhof gefunden und auch hier ist der Espresso recht gut.

Wir haben in der Nähe unseres Hotels einen Supermarkt gehabt, sodass wir uns oft Kleinigkeiten für Zwischendurch kauften. Kochen konnten wir im Hotel allerdings nicht, sodass wir täglich irgendwo etwas Essen waren. In der Nähe des Trevibrunnens haben wir schließlich eine Pizzeria aufgetan, die uns sehr gefiel. Sie war zwar eng besetzt, d.h. viel privaten Raum gab es nicht, doch das Essen war hervorragend. Sowohl die Nudeln als auch die Pizzen, dazu war das Personal sehr freundlich und die Atmosphäre gefiel uns  sehr. Hier kamen wir zwei oder sogar dreimal her, denn der Preis stimmte hier auch.

In Rom lässt sich es also mindestens ebenso gut Speisen wie in Frankreich. Pizza oder Pasta Liebhaber sogar besser. Ein wenig über die Geschäfte im Internet lesen hilft, wenn man gut ausgehen möchte. Ich bin dann allerdings so, dass ich lieber spontan etwas ausprobiere, wenn es nett aussieht. Dafür nehme ich dann auch in Kauf, eine schlechte Erfahrung zu machen, die gehört für mich auch mit dazu. So kann ich dann die guten Erfahrungen noch mehr schätzen. 

Warum wir wiederkommen und zwei Top Tipps

Wir haben zwar unglaublich viel gesehen in dieser kurzen Zeit, doch mussten wir auch einiges verschieben. Neben den Dingen, die wir ansehen wollten, gefiel uns die Atmosphäre der Stadt sehr gut. So haben wir uns fest vorgenommen, nochmal wiederzukommen. Auch wenn die Tage vollgepackt sind, lohnt es sich und wir können einen Urlaub in Rom nur empfehlen. 

Zwei Tipps möchte ich allerdings noch loswerden. Erstens: Besucht Rom nicht am Wochenende! Es war die Hölle. An Wochenenden strömen Unmengen an Touristen in die Stadt, die wirklich nur über das Wochenende hergeflogen (!) kommen. In Restaurants sollte man vorher einen Tisch reservieren, spontan haben wir nichts bekommen. Außerdem ist die Stadt proppenvoll. Am Sonntag Abend ist das schon wieder ganz anders. Also, wenn ihr in Rom seid, fahrt doch übers Wochenende ans Meer oder rechnet mit einer doppelt so vollen Stadt!

Zweitens: plant und bucht vorher. Wir haben es nicht gemacht und mussten deswegen sehr viel mehr bezahlen (im Vatikan bspw.) oder haben keine Tickets mehr bekommen (Villa/Museum Borghese). Das ist wirklich schade gewesen. Auch die Anreise und das Hotel könnt ihr bei rechtzeitiger Planung und Buchung günstiger bekommen.

Bei eventuellen Reisen nach Rom wünsche ich viel Spaß und Erfolg. Wenn ihr eure Erfahrungen teilt, würde ich mich sehr freuen. Bis zum nächsten Mal und bleibt mir gewogen.

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