5 Romane ganz oben auf meiner Leseliste

Ich lese viel, oft auch zwei Bücher parallel. Meine Leseliste war noch nie leer und ich freue mich auf die nächsten 5 Romane, die bei mir anstehen.

Die Liste

Es sind sehr unterschiedliche Bücher, die hier zusammen kommen. Ich freue mich auf jedes sehr und hoffe, mich schnell durchlesen zu können. Vielleicht lest ihr dann hier auch mal die ein oder andere Rezension. To cut the chase, meine fünf Romane sind: 1948, Monster, Miami Punk, Invisible Man und Bretonisches Vermächtnis.

1948

© Aufbau Verlag

Das Buch von Yoram Kaniuk lese ich gerade zum zweiten Mal. Vor gut zwei Jahren las ich es und war hin und her gerissen. Es gefiel mir recht gut, aber viele Dinge aus dem Buch stießen mir auch ab. Allerdings ist das wohl nicht gerade verwunderlich bei einem Buch, dass sich um den Krieg 1948 in Israel/Palästina dreht. In Israel ist es der Unabhängigkeitskrieg; die Ereignisse dieser Zeit für die Palästinenser eine Katastrophe (al-Nakba). Kaniuk, selbst Soldat in diesem Krieg gewesen, beschreibt dicht und intensiv. Wer sich einen Eindruck davon machen möchte, wie es sich wohl angefühlt hat, kann gut zu diesem Buch greifen – die Stimmung ist düster und manchmal, möchte man das Buch einfach zuklappen. Ich lese es nun wieder, da ich in meinen Lesekreis (den ich mit drei Freund_innen habe) überzeugen konnte, das Buch zu besprechen. 

Monster

© Kein & Aber Verlag

Eine Empfehlung einer guten Freundin, die viel liest und einen exquisiten Buchgeschmack hat (für mich manchmal zu erlesen ;-)). Ich hatte es auf der Liste für meinen Buchhändler, aber nicht gerade weit oben. Nun habe ich es aber von meinen Schwiegereltern zum Geburtstag bekommen, deshalb steht es als nächstes an. Das schlanke Buch von Yishai Sarid berichtet über einen Tourguide in Gedenkstätten ehemaliger NS-Konzentrations- und Vernichtungslager. So viel habe ich vom Buchcover, dem Buchrücken und dem Klappentext entnehmen können. Es wird sehr gelobt. Ich bin gespannt wie er Erinnerungskultur, Geschichte und die Vereinnahmung des Gedenkens auf den gut 170 Seiten verarbeitet. Schön ist, dass es für die Nichtkundigen sogar ein Glossar am Ende gibt, in dem die wichtigsten Begriffe aus dem Kontext Israel und Judentum erklärt werden, die offenbar im Buch vorkommen. 

Miami Punk

© S. Fischer Verlag

Auf dieses Buch brenne ich auch. Es ist das zweite Buch von Juan S. Guse und sein erstes habe ich vor vielen Jahren gekauft und vor gut zwei Jahren gelesen. In Lärm und Wälder (sein erster Roman) konnte man die Paranoia einer (scheinbar?) bedrohten Gated Community spüren. In diesem zweiten Buch, ist die Welt schon am Ende – zumindest in Miami, denn von dort hat sich der Atlantische Ozean zurückgezogen. Ich frage mich natürlich wohin und warum. Hoffentlich gibt mir das Buch Auskunft! Es wurde schon positiv besprochen (eine Rezension beim Spiegel habe ich gefunden) und ich freue mich auf die Lektüre. Allerdings ist es doch sehr dick, 635 Seiten sind schon was. Nicht, dass es zu viele Seiten sind, aber die Story muss dann gut tragen über eine solche lange Zeit. Über dieses Buch schreibe ich bestimmt eine Rezension. 

Invisible Man

© Pingiun Books

Vor einiger Zeit hat irgendwer (wirklich keine Ahnung wer) mir erzählt, dass dies ihr (ich glaube es war eine sie) Lieblingsbuch sei. Es habe ihr die Augen geöffnet. Ich kannte weder Autor noch Titel. Der Buchrücken druckt ein Zitat aus der Times „An American classic… one of the most original voices of Black America“ kann man dort lesen. Das machte mich neugierig. Autor Ralph Waldo Ellison ist schon lange Tod, er lebte 1914–1997. Er kämpfe im Zweiten Weltkrieg und machte sich vorher und vor allem nachher als Schriftsteller einen Namen. Invisible Man scheint als Klassiker zu gelten. Es erzählt wohl von einem Mann, der sich verbittert zurückzieht und auf sein Leben zurück blickt. Dabei erklärt sich dann auch sein Rückzug. Das Buch bringt auch gut 580 Seiten auf die Waage, doch die englischsprachigen Romane lesen sich oft doch schneller weg als ich oft denke.

Bretonisches Vermächtnis 

© Kiepenheuer & Witsch

Das einzige Buch auf meiner Liste, das viele als Trivialliteratur abtun würden. Ich kann nicht behaupten, dass ich von Anfang an die Krimireihe von Jean-Luc Bannalec verfolgt hätte. Aber ich glaube, seit dem zweiten Roman bin ich dabei. Mittlerweile steht Teil 8 der Reihe an. Ich lese sie gerne, nicht unbedingt weil mir alle Figuren so toll gefallen, oder es so sehr aus dem Schema F fallen würde. Vielmehr macht die Beschreibung der Landschaft, der Menschen, der Geschichte und der Sagen der Bretagne so einen Eindruck auf mich. Bannalec schafft es hier eine wunderbare Stimmung und Verbindung aufzubauen. Bisher gefällt mir auch die Einbindung in die Kriminalgeschichte sehr gut. Außerdem ist es eine super Urlaubslektüre und daher passt es gut, dass das Buch im Juni erscheinen wird. 

Eine Sache noch zur ZDF Verfilmung: Kennt man die Bücher nicht, sind es sicher nette Krimis. Leider hat das ZDF für mich persönlich viel zu viel verändert. Die Nebenfiguren wirken einfach nur albern oder überzeichnet. Aus einem behäbigen Kommissar im Buch wurde ein gut aussehender, drahtiger Ermittler mit ADHS (mein Gefühl). Leider geht bei Filmen oft die Stimmung von Büchern verloren, hier ist es auch so. Ich weiß, dass solche Filme Kompromisse machen müssen, aber da glaube ich eben, sind hier falsche Entscheidungen getroffen worden. Deshalb lese ich die Bücher und versuche die Filme als eigenständige Krimis zu sehen, dann rege ich mich nicht so auf 😉

Fazit

Das war also meine Liste mit meinen nächsten 5 Romanen, die ich lesen will. Was denkt ihr zu den Büchern, habt ihr auf das ein oder andere nu Lust bekommen? Habt ihr Tipps für mich oder wie sehen eure momentanen Leselisten aus? Ich freue mich auf einen Austausch.

Bis dahin, bleibt mir gewogen.

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3 Gedanken zu „5 Romane ganz oben auf meiner Leseliste

    1. Lieber Jan,
      das freut mich sehr zu hören! Ich habe mittlerweile 1948 und Monster ausgelesen. Beides sind keine einfache Kost. Sie sind zwar beide wirklich sehr gut, aber nicht gerade was ich unter leichter Sommerlektüre verstehe. Das wird wohl am ehesten der Krimi sein, den ich in den nächsten 2 Wochen im Urlaub lesen werden.
      Viele Grüße
      Sebastian.

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