Schneller Aufräumen

Wisst ihr auch nicht wohin mit eurem Zeug? Ich fange immer wieder neue Stapel und Haufen an, verliere dann aber schnell den Überblick. Unordentlich ist es sowieso. Damit ist jetzt Schluss: mit ein paar kleinen Kniffs, geht das Aufräumen schneller und das Finden unseres Zeugs auch.

Der Frühjahrsputz ist geschafft, oder noch nicht? Falls nicht, schau mal in diesen Beitrag zum Thema Frühjahrsputz, dann geht es auch mit den Ideen hier viel einfacher. Ständig habe ich dies oder das gesucht, für die Steuer viele Stapel mit Papier durchgesehen. Das hat mich genervt. Ich habe mich gefragt wieso es nicht einfacher gehen sollte. Gemeinsam mit meiner Partnerin haben ich dann überlegt, dass wir einerseits einen kräftigen Frühjahrsputz machen und andererseits eine vernünftige Ordnung schaffen.

Inspiriert vom momentanen Trend des Minimalismus – der allerdings weit mehr umfasst, als aufräumen und wegschmeißen – haben wir also ausgemistet. Das war manchmal hart, weil ich mich kaum entscheiden konnte, welche Bücher ich noch behalten möchte und welche nicht. Es war aber auch hart, weil wir verdammt viel Plunder hatten. Ist der Teil des Ausmisten geschafft, habt ihr schon viel gewonnen.

Ausmisten 

Beim Ausmisten gewinnt man automatisch einen Überblick über, gefühlt, alles was man so hat. Ich sortierte also meine Unterlagen neu, machte Ordnung in der Küche und im Bad. 

Es gibt viele praktische Tipps, wie eine Ausmistaktion bei Unterlagen aussehen kann, hier ist eine Methode, die ich ganz hilfreich fand (auch wenn ich sie für mich modifizieren musste). Ich habe sie im Buch Simplify your life! gefunden:

Es gibt die sogenannte Eisenhower- oder 4-Quadranten-Methode. Dabei werden die zu bearbeitenden Papierstapel aufgelöst und die Unterlage einzelnen Quadranten zugeordnet. Diese bestehen aus: 1. Wegschmeißen, 2. Weiterleiten, 3. Wichtig und 4. Wunder. Diese Methode versteht sich als Erste Hilfe und schafft eine Grundordnung. 

In den ersten Quadranten kommt alles was weg kann: Zeitungen, Prospekte, Kataloge, Unterlagen aus der Schulzeit, alte Weihnachtskarten, Rezepte, die man bisher nie ausprobiert hat, abgelaufene Garantieurkunden usw. 

Der zweite Quadrant nimmt alle Unterlagen auf, die ich weiterleiten muss, damit sie erledigt werden können – je nach Kontext sind das nicht immer besonders viele. 

Im dritten Feld muss man besonders sparsam sein, denn hier kommen die Unterlagen hinein, die man selbst sehr bald erledigen muss. Aber: Bei jedem Zettel der hier abgelegt wird schon währenddessen genau überlegen: wie sehen die nächsten Schritte aus und wann mache ich die – so spart man und nur die wirklich wichtigen Unterlagen kommen hierher. 

Das vierte Feld wartet nicht auf ein Wunder, sondern vollbringt es selbst. Hier kommen nur die Unterlagen hin, die man neben dieser ganzen Aktion sofort erledigen kann. Abheften oder Ablegen der Unterlagen, ein knappes Telefonat führen usw. Das hilft um dem Chaos Herr zu werden. (Vgl. dazu: Werner Tiki Küstenmacher; Lothar Seiwert: Simplify your life! Einfacher und glücklicher Leben. Simplify Idee 2. Campus Verlag 2002, S.24.)

Aber das ist ja nicht alles. Falls ihr nicht oder nur wenig Papierkram zu Hause habt, bleibt ihr davon verschont. Einen super einfachen aber teilweise auch schwierig umzusetzender Tipp ist, dass jedes Ding seinen (festen) Platz bekommen sollte. Das klingt seltsam, ist schwierig, aber hilft aber ungemein!

Jedes Ding an seinen Platz

Extreme Minimalisten mit 100 Dingen (gibt es die überhaupt?) haben da wenig Probleme. Alle anderen schon. Wenn ihr nicht alles an einen spezifischen Ort ablegen könnt, nutzt schachteln, oder Kisten, Schubladen, usw. Ich weiß zum Beispiel: mein Schlüssel kommt jetzt an den Haken, da hängt er wenn ich zu Hause bin, so sehe ich ihn immer und muss nicht suchen. 

Außerdem: Geldbörse, Sonnenbrille, Halstuch und Handschuhe (morgens wird es immer noch ziemlich kalt), sind alle in dieser einen Schublade im Flur. Die Schublade kann (ein wenig) unordentlich sein, ihr solltet nur wissen, was kommt da rein und was nicht. Der Schublade darf außerdem nicht zu viel zugeordnet werden! Was nicht da rein gehört, gehört nicht da rein – auch wenn es nur eben mal schnell ist.

Das funktioniert ganz gut. Wir nutzen das System im Wohnzimmer, Badezimmer, Küche und Arbeitszimmern. So kann man viele Dinge die rumstehen schnell an den richtigen Ort bringen und auch zwischendurch etwas erledigen. Es ist nicht mehr so, dass ich was sehe und erstmal überlegen muss, wo kann das hin? Dann habe ich es nämlich oft liegen gelassen, weil ich eigentlich gerade etwas anders zu tun hatte.

Disziplin und die 30 Sekunden Regel

Konzentration und etwas Disziplin sind nötig, um sich das anzutrainieren. Ja, antrainieren, es ist eine Gewohnheit, die wir erlernen müssen. Dazu brauchen wir etwas Disziplin, halten wir durch, werden wir damit belohnt, dass wir so etwas lästiges wie aufräumen schneller erledigen können und damit Zeit gewinnen für etwas Schönes – was auch immer ihr gerne tut. (Mein Tipp zu Gewohnheiten: Charles Duhigg: Die Macht der Gewohnheiten. Beim Berlin Verlag (2012) und Piper Verlag (2013) erschienen – der Buchladen um die Ecke besorgt euch das ganz schnell, wenn ihr wollt!)

Also: Meine Regel ist mittlerweile, alles was ich innerhalb von 30 Sekunden wegräumen kann, mache ich sofort, anderes kann auch mal noch etwas warten 😉 Das hilft, die Wohnung immer ein klein bisschen sauberer zu halten. Das Ergebnis ist überraschend. Mit der 30 Sekunden Regel und einem Platz für (fast) jedes Ding, ist es super einfach und schnell aufzuräumen. Die Zeit einmal zu investieren, und dann dranzubleiben, lohnt sich auf jeden Fall.

Achja, wer aufräumen liebt, sollte meine Tipps ignorieren und das Aufräumen genießen – viel Spaß dabei. 

Bis zum nächsten Mal.

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